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Die Enkelgeneration der Gründungsväter

 

Deutschland kann man im Grunde genommen mit einem Familienunternehmen vergleichen. Die Gründungsväter bauen es auf, die meisten Töchter und Söhne schaffen es vielleicht noch das Unternehmen am Laufen zu halten, während spätestens die meisten Enkel die Kiste an die Wand fahren.

 

Das Paradebeispiel unter den  Youngstern ist unser derzeitiger Gesundheitsminister Jens Spahn.

 

Jahrgang 1980, Abi mit 19, Banklehre auf Grund von Abi auf 2 Jahre verkürzt, bereits mit 15 Jahren in die CDU (Junge Union) eingetreten und seit 2002 Mitglied des Bundestages und seit 2018 Gesundheitsminister .

 

Neben seinen politischen Aufgaben in der Kommunal- und Bundespolitik hatte er sogar noch Zeit an einer Fernuni ein Studium der Politikwissenschaften zu absolvieren und 2008 mit dem Bachelor und 2017 mit dem Master abzuschließen.

 

Ich weiß nicht wer außer ihm, bei einer Fulltimeanstellung mit vollen Bezügen, nebenher noch Zeit findet eine solche Ausbildung zu wuppen. Vielleicht ist es aber auch nur einem Aktiven des Politzirkuss möglich.

 

Von 2006 bis 2010 war er über eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts an einer Lobbyagentur für Pharmaklienten namens „Politas“ als Gründer beteiligt. Gleichzeitig saß er 2005–2009 als Obmann der CDU im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, dessen Mitglied er bereits ab 2002 war. Spahn nahm in dieser Tätigkeit an gesundheitspolitischen Debatten, z. B. der Liberalisierung des Apothekenmarkts, teil. Sein Geschäftspartner und Freund arbeitete in dieser Zeit u. a. für die Versandapotheke DocMorris und den Pharmagroßhändler Celesio. Ein Bericht des Focus bezeichnete die Abgeordnetentätigkeit und seine Arbeit als Gesundheitspolitiker in Verbindung mit bezahlten Nebentätigkeiten für die Pharmaindustrie als >> interessantes Geschäftsmodell << und warf ihm mögliche finanzielle Interessenkonflikte vor.

 

Von 2017 bis 2018 war Spahn neben seiner Tätigkeit als Bundesgesundheitsminister privat an der Pareton GmbH beteiligt, die eine Software für die Abgabe von Steuererklärungen entwickelt. Für den möglichen Interessenkonflikt zwischen seiner Zuständigkeit für die Regulierung von Finanztechnologie-Firmen im Rahmen seiner Tätigkeit als Staatssekretär im Finanzministerium und seiner privaten finanziellen Beteiligung an einer ebensolchen Firma wurde er von Medien, Politikern und Transparency International kritisiert. Nach Angaben gegenüber der Süddeutschen Zeitung beabsichtigt er, seine Anteile zu verkaufen sowie die als sogenannter Business Angel erhaltenen staatlichen Zuschüsse in Höhe von 3.000 Euro zurückzuzahlen. Zuvor räumte er ein, für seine Beteiligung diesen staatlichen Zuschuss kassiert zu haben, nachdem er als Beauftragter der Bundesregierung für Start-ups sein Investment von 15.000 Euro in das Start-up-Unternehmen mit lediglich beruflichem Interesse begründete. Das Finanzamt ermittelte gegen Pareton. Das Unternehmen geriet im Jahr 2015 ins Visier der Finanzverwaltung, nachdem die Steuerberaterkammer Stuttgart im Oktober 2014 bekanntgab, dass die Agentur als Steuerberatungsgesellschaft nicht anerkannt sei. In Bietigheim-Bissingen untersagte das dortige Finanzamt der Firma Hilfeleistungen in Steuersachen. Im Sommer 2018 gab Spahn seine Anteile am Unternehmen ab.

 

Nachzulesen in Wkipedia

 

Damit zeigt die Junggenaration weitaus früher als die Nachfolger der BRD-Gründungsväter, dass Politiker eine berufliche Tätigkeit und ein entsprechender Karriereweg sein kann. Da allerdings Politmandate auch die Gefahr des Mandats- oder Amtsverlustes beinhalten, scheinen sie zu glauben, nach ihrer aktiven Polittätigkeit einen Anspruch auf Angebote aus der Wirtschaft zu haben, die ihre weiteren Einkünfte zum Erhalt des derzeitigen Lebensstandard sichert.

 

Spinnen wir mal folgende Hypothese:

 

Herr Spahn sei gezwungen all sein Ämter und politischen Tätigkeiten Morgen am Tag einzustellen bzw. niederzulegen.

 

Glaubt wirklich irgend Jemand in diesem Lande, dass er Übermorgen zurück hinter den Bankschalter kehrt mit den gleichen Bezügen wie sein Kollegen?

 

Solange dieses System sich nicht ändert, darf man sich nicht wundern, wenn die Politik von Tag zu Tag immer mehr an Glaubwürdigkeit verliert.

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